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Das Magazin Pferde Fit&Vital erscheint seit 2002 im Frühjahr und Herbst und informiert über die gesunde Haltung, Pflege und Pferde-Medizin.

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Pferde Fit & Vital Sprechstunde



Geschwollene Ganaschen,
Atemwegsprobleme und Unrittigkeit

Ich habe einen sechsjährigen Haflinger-Mix Wallach. Er geht mindestens A-Dressur aber nicht auf Turnieren. Er hat einige Krankheitsbilder. Unter anderem eine Magengeschwürerkrankung. Im September 2008 und im August 2009 hatte er nochmals eine leichte Gastritis. Im Oktober 2009 kam der Virusinfekt Equine Virusarteritis hinzu. Unser jetziges Problem seit einigen Monaten: Mein Pferd ist gut ausgebildet, lässt sich momentan immer schlechter reiten und durchstellen. Der Kopf wird hochgerissen und er legt sich auf den Zügel. Seit Kurzem hat er auch sehr dicke Ganaschen und speichelt viel beim Essen. Ich habe die Zähne untersuchen lassen, aber mein Tierarzt meinte, eine Zahnbehandlung habe noch Zeit. Dann wurde mein Pferd auch vom Chiropraktiker behandelt, der eine Blockade festgestellt hat.  Somit ist das auch als Grund für die schlechte Rittigkeit ausgeschieden. Am Wochenende wurde ihm Blut abgenommen und das wird jetzt auf Allergien untersucht. Zudem hat er Geräusche auf Lunge und Bronchien (er hat auch gehustet und schnell gepumpt bei Bewegung). Ich gebe ihm zurzeit Equimucin. Was kann ich noch machen? Kann ihm irgendwas helfen? Ich fühle mich auch etwas allein gelassen von meinem Tierarzt. Ihre Zeitung habe ich seit Jahren im Abo und dachte mir, ich probiere es mal bei Ihnen.

Pferde Fit & Vital: Die Probleme Ihres Pferdes sind sehr umfangreich. Die dicken Ganaschen können viele Ursachen haben. Einige davon sind zum Beispiel geschwollene Lymphknoten, ein geschwollener Luftsack oder eine geschwollene Ohrspeicheldrüse. Möglicherweise liegt es auch am kurzen Gras auf der Weide oder auf dem Paddock. Die Pferde rupfen und kauen, nehmen aber nur eine geringe Menge Gras auf. Die Ohrspeicheldrüse produziert dann zu viel Speichel, dadurch schwellen die Ganaschen an und es kommt zu extremem Speichelfluss.
 Mit dicken Ganaschen fällt es dem Pferd schwer, nachzugeben und am Zügel zu stehen, da die Luftzufuhr behindert wird. Das könnte das Husten und Pumpen bei Bewegung unter dem Sattel und die Verweigerung der Mitarbeit erklären. Die Atemwegsstörung kann aber auch eine medizinische Ursache haben. Tritt keine Besserung ein, muss eventuell eine Bronchoskopie und Blutgasuntersuchung gemacht werden, um die Atemwege zu untersuchen. Grundsätzlich müssen Atemwegserkrankungen schnell behandelt werden, da sie sonst chronisch werden können. Möglicherweise wehrt sich Ihr Pferd auch gegen die Zügeleinwirkung, weil es Zahnprobleme hat. Der Zahnapparat des Pferdes ist sehr komplex und schlecht einsehbar. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Artikel über Zahnpflege beim Pferd auf S. 36 (Artikel Zahnpflege).
Sie können die Heilung Ihres Pferdes durch vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung unterstützen. Staubfreies Futter und staubfreie Einstreu sind außerdem besonders wichtig bei Atemwegsproblemen. Sie können das Heu in Wasser einweichen, Heulage oder Silage füttern. Ihr behandelnder Tierarzt kann beurteilen, welche Ernährung sinnvoll für ihr Pferd ist.  Wenn Sie sich von Ihrem Tierarzt alleine gelassen fühlen und Ihr Pferd so viele ungeklärte Krankheitsbilder zeigt, ist es hilfreich, sich eine zweite Meinung einzuholen und einen weiteren Tierarzt zu befragen.




Kronrandgeschwüre und Hafer
Da meine Stute immer wieder schwerste Kronrandhufgeschwüre bekommt, überlegen wir uns den Grund. Der Stallbesitzer, der Landwirt ist, erklärte, schon von seinem Vater, der auch Landwirt war, erfahren zu haben, dass Hafer eine “Gesundungspflanze” sei, das heißt immer dort angepflanzt wird, wo die Böden verseucht oder geschädigt sind. Hafer würde den Boden von Schadstoffen befreien, danach würde erst Weizen oder Ähnliches angebaut. Das hieße ja, dass die Schwermetalle oder sonstige Schadstoffe im Hafer vermehrt zu finden sind. Ich würde gern Näheres darüber erfahren. Danke. Melanie Monreal

Pferde Fit & Vital: Liebe Frau Monreal, Hafer wird bei Fruchtfolgekrankheiten eingesetzt, da dieses Getreide weniger anfällig dafür ist und die Infektionskette durch den Anbau von Hafer unterbrochen wird. Daher kommt der Begriff „Gesundungsfrucht“. Es ist aber nicht bekannt, dass Hafer zur Schadstoffsanierung eingesetzt wird.
Es ist auch nicht bekannt, dass ein Hufabszess, auch Hufgeschwür genannt, durch Ernährung entsteht. Bei einem Hufabszess handelt es sich um eine eitrige Entzündung der Huflederhaut, die durch äußere Einflüsse wie Stein- oder Nageltritte, Vernagelungen und Ähnliches entsteht. Aber auch eine Quetschung durch zu enge Hufeisen oder eine zu enge Stellung der Hufe kann zu Hufgeschwüren führen. Oft tritt der Eiter am Kronrand oder am Ballen des Hufes aus. Ernährungsbedingt kann eine Kronsaumentzündung sein. Erkennbar ist die schmerzhafte Krankheit daran, dass der Kronsaum anschwillt, rund um den Huf oder nur an einer Stelle. Unter anderem wird sie durch Selenvergiftung hervor gerufen. In vielen Futterzusätzen für Hufe ist Selen enthalten. Ob Ihre Stute einen Selenüberschuss hat, kann der Tierarzt leicht durch ein einfaches und kostengünstiges Blutbild feststellen.





Füttern aus der Hand
Ich reite noch nicht sehr lange. Ich habe schon oft gehört, dass Pferde, die aus der Hand gefüttert werden, beißen lernen. Stimmt das? Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Pferde das Leckerli sehr vorsichtig genommen haben. Ronja Sarkowski

Pferde Fit & Vital: Liebe Frau Sarkowski, wenn das Leckerli nicht auf der flachen Hand gereicht wird, kann es schnell passieren, dass die Finger zwischen die Pferdezähne geraten. Gegen eine kleine Belohnung zwischendurch spricht aber grundsätzlich nichts – wenn die Pferde sie in Maßen erhalten. Manche Pferde fangen an zu betteln oder den Menschen zu bedrängen, um ein Leckerli zu bekommen. Dann sollte die Fütterung aus der Hand eingestellt werden.





Akupunktur
Schon lange interessiere ich mich für Komplementär-Medizin. Ich wüsste gerne, ob zum Beispiel Akupunktur auch vorbeugend und heilend zum Beispiel bei Kolik, Atemweg-serkrankungen o.Ä. sein kann. Dieter Großwagen 

Pferde Fit & Vital: Lieber Herr Großwagen, Akupunktur ist sehr gut für die Atemwege und kann sich positiv auf chronische Atemwegserkrankungen, Allergien, Schmerzen oder innere Erkrankungen auswirken und bei Kolik-Schmerzen helfen. Sie kann zwar keine Krankheiten verhindern, aber vorbeugend den Körper so stark wie möglich machen. Bitte beachten Sie, dass Akupunktur jedoch keinen Tierarzt ersetzen kann. Im Falle einer Kolik braucht das Pferd entsprechende Medikamente und tierärztliche Betreuung, Akupunktur kann dann begleitend und heilungsfördernd eingesetzt werden. Achten Sie auf eine fundierte Ausbildung des Akupunkteurs. Viele Tierärzte bieten ebenfalls Akupunktur an.




Schwer fütterig
Mein fünfjähriger Vollblut-Wallach ist sehr dünn und es ist sehr schwer, etwas mehr Gewicht auf ihn zu bekommen. Wir müssen sogar noch aufpassen, dass er nicht weiter abnimmt. Wir haben schon zahlreiche Futtersorten probiert und natürlich auch die Futtermenge erhöht. Die anderen Pferde im Stall sehen alle gut genährt und gesund aus. Ich würde mich freuen, wenn er zunimmt, da er fast mager wirkt und wir Futter ohne Ende in ihn stecken. Man kann die Rippen deutlich sehen.
Tamara Schmidt-Reineke

Pferde Fit & Vital: Liebe Frau Schmidt-Reineke, ein Vollblutpferd legt schon rassebedingt weniger Fettzellen an als manche anderen Rassen. Dennoch können auch bei Vollblütern bei Gewichtsverlust medizinische Probleme oder Ernährungsprobleme vorliegen. Zu den medizinischen Problemen gehören Krankheit, Parasitenbefall oder Zahnprobleme. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem Bluttest, er kann Aufschluss darüber geben, ob eine Krankheit vorliegt. Wenn das Erscheinungsbild des Pferdes gut ist (glänzendes Fell, wache, aufmerksame Augen, gut in Form) und die Bluttests und Untersuchungen ohne Befund waren, liegt vermutlich keine Krankheit vor. Wurmbefall kann unter anderem eine Ursache für Abmagerung sein. Jedes Pferd muss regelmäßig entwurmt werden. Um die Zähne überprüfen zu lassen, sollten Sie einen Spezialisten zu Rate ziehen, der sich sehr gut damit auskennt. Der Zahnapparat ist kompliziert und oft können schwer zu erkennende Zahnbeschwerden die Ursache allen Übels sein (mehr Infos dazu auf S. 36 /Artikel Zahnpflege). Auch sind Magengeschwüre hin und wieder verantwortlich für Abmagerung bei Pferden. Eine Endoskopie durch den Tierarzt kann hier Klarheit verschaffen.
Bei der Ernährung geht es darum, ob Ihr Pferd das richtige Futter und die ausreichende Menge erhält. Die Ernährung und die darin enthaltene Energiemenge müssen abgestimmt sein auf den Bedarf Ihres Wallachs, der sich aus Alter, Leistung und Besonderheiten des Pferdes ergibt. Manchmal reicht es nicht aus, nur die Futtermenge zu erhöhen, wenn nicht die Nährstoffe darin enthalten sind, die das Pferd individuell braucht. Geben Sie Ihrem Pferd Heu satt, mindestens 1,5 Kilo pro 100 Kilo Pferdegewicht, eventuell braucht Ihr Pferd sogar mehr. Auch Pflanzenöl hilft Pferden zuzunehmen.
Fangen Sie mit einer geringen Menge an und steigern Sie langsam bis Sie maximal 150 Milliliter Öl füttern. Vorsicht: Zu viel Öl kann den Magen angreifen und Durchfall verursachen. Weitere Dickmacher sind Mais, Mash, Rüben oder Leinsamen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, der das Pferd gut kennt, welche Ernährung für Ihren Wallach sinnvoll ist. Es gibt inzwischen auch Ernährungsberater für Pferde, die Ihnen weiterhelfen können. Und haben Sie etwas Geduld. Es dauert lange, bis ein Pferd an Gewicht zunimmt.


Offene Wunde
Mein Pferd hat eine offene Wunde auf der Stirn, die es sich beim Transport zugezogen hat. Wie sollte ich die Wunde behandeln?  Carsten Ellermann

Pferde Fit & Vital: Lieber Herr Ellermann, Sie schreiben nicht, wie groß und wie tief die Wunde ist. Wenn Sie Schmerzen bei Ihrem Pferd feststellen, die Wunde tief, heiß oder angeschwollen ist oder wässert, rufen Sie bitte Ihren Tierarzt. Handelt es sich um eine leichte, oberflächliche, nicht schmerzhafte Wunde, können Sie das Fell rund herum rasieren, um eine saubere Umgebung zu schaffen. Die Verletzung sollte täglich mit lauwarmem Wasser vorsichtig gereinigt werden, Sie können auch ein leichtes Desinfektionsmittel auftragen. Eine Wundsalbe trägt zur Heilung bei und hält das Gewebe frisch. Nach einigen Tagen sollte eine deutlichere Besserung eintreten. Falls die Wunde nicht heilt, lassen Sie den Tierarzt noch einmal nachschauen. Vergewissern Sie sich, dass die Tetanus-Impfung Ihres Pferdes aktuell ist.





Faszination Licht
Mein Friesenwallach schaut immer wieder in helles Licht. Ganz egal, ob elektrisches Licht oder Sonnen- oder Mondlicht. Er starrt dort für eine Weile hin, wenn ich mit ihm in die Halle oder raus gehe. Danach schaut er wieder weg und geht seinen Dingen nach. Er hat das schon immer gemacht und hat keine Augenprobleme. Woher kommt dieses Verhalten?   Rebecka Liek

Pferde Fit & Vital: Liebe Frau Lieck, es gibt einige Möglichkeiten für dieses Verhalten, den wirklichen Grund werden wir vielleicht nie wissen. Manche Pferde brauchen länger, um sich an wechselnde Lichtverhältnisse zu gewöhnen und scheinen zu erstarren, bis sie sich an das neue Licht gewöhnt haben. Das tritt vor allem bei plötzlichen, stark veränderten Lichtverhältnissen auf. Zum Beispiel: Wenn Sie mit Ihrem Wallach von einer sehr hellen Umgebung in eine andere sehr helle Umgebung wechseln, würde er wahrscheinlich gar nicht reagieren. Wenn Sie aber mit ihm vom dunkleren Stall nach draußen gehen oder plötzlich abends im Stall das Licht angemacht wird, könnte die verzögerte Lichtanpassung sein Verhalten erklären. Eine andere Möglichkeit ist, dass manche Tiere stark auf Licht fixiert sind. Obwohl dieses Verhalten mehr bei Hunden als bei Pferden beobachtet wurde. Licht zieht die meiste Aufmerksamkeit auf sich, da es am leichtesten erkennbar ist. Auch Menschen haben die Tendenz automatisch auf den hellsten Punkt einer Umgebung zu schauen. 





Atemwegsprobleme
Ich habe eine ältere Quarter Horse Stute. Wenn ich sie im Schritt oder Trab reite, scheint ihre Atmung in Ordnung zu sein.

Im Galopp wird die Atmung laut und mühevoller. Sie hat keinen Ausfluss und wirkt auch nicht erschöpft. Kann das eine Allergie sein? Soll ich einen Tierarzt holen? Sie macht das schon eine Weile, im Sommer ist es schlimmer. Thomas Fritsche

Pferde Fit & Vital: Lieber Herr Fritsche, Ihr Tierarzt sollte sich Ihre Stute auf jeden Fall ansehen, um genau zu bestimmen, wo die Atemgeräusche zu hören sind, wie sie verursacht werden und um eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Da wir nicht wissen, ob die Geräusche beim Ein- oder Ausatmen oder bei beidem entstehen, die Haltungsbedingungen und Belastung Ihrer Stute nicht kennen, können wir keine genaue Auskunft geben. Bei den Atemgeräuschen kann es sich zum Beispiel um eine Kieferhöhlenerkrankung, den Herpes Virus, Kehlkopfpfeifen, Bronchitis, eine Fehlfunktion der Atemwege oder eine Allergie handeln.

Ihr Tierarzt wird sich die Atmung Ihres Pferdes genau anhören, es nach Belastung abhören und eventuell mit einem Endoskop die Atemwege untersuchen und eine Blutgasuntersuchung machen. Berichten Sie Ihrem Tierarzt jedes kleine Detail in diesem Zusammenhang:

Wie wird die Stute gehalten, wie wird sie belastet, wann genau treten die Probleme auf, hat sie Tränenausfluss, wie lange dauert es, bis sich ihre Atmung nach Anstrengung wieder normalisiert, welches Futter erhält sie, womit werden ihre Boxennachbarn gefüttert, wo und wie wird sie hauptsächlich geritten, usw. Bis Ihr Tierarzt eine genaue Diagnose gestellt hat, sollten Sie Ihre Stute nur leicht bewegen und ihr viel frische Luft gönnen (kein Zug!).





Buch über Pferdekrankheiten
Meine Familie und ich sind begeisterte Pferde Fit & Vital Leser. Deshalb wende ich mich heute mit einer Bitte um Rat an Sie: Wir suchen ein Buch über Pferdekrankheiten, das auch für einen Laien verständlich ist. Es soll möglichst alle gängigen Krankheiten und Verletzungsmöglichkeiten enthalten.

Deshalb wäre es auch egal, wenn Sie uns mehrere Bücher empfehlen.In Buchhandlungen konnte man uns nicht weiter helfen und auf der Rhein-Rur-Messe wollte man uns nur die Ladenhüter andrehen. Deshalb wären wir froh, wenn Sie uns weiterhelfen könnten. Monika Schlösser

Pferde Fit & Vital: Liebe Frau Schlösser, es gibt zahlreiche Bücher über Pferdekrankheiten. Eine Auswahl finden Sie in unseren Buchvorstellungen auf S. 94 der aktuellen Ausgabe.





Wann kommt das Fohlen?
Meine Stute ist tragend und ich züchte das erste Mal. Das Fohlen wird im Februar erwartet. Woran erkenne ich, wann die Geburt losgeht?
Anja Voigt

Pferde Fit & Vital: Liebe Frau Voigt, bei jeder Stute sind die Anzeichen für eine bevorstehende Geburt unterschiedlich. Doch es gibt ein paar Zeichen, die fast jede Stute zeigt. Zum einen schwillt die Bauchdecke dicht vor dem Euter an und bis zu 48 Stunden vor der Geburt bilden sich so genannte Harztropfen an den Zitzen.  Außerdem kann es sein, dass die Stute an der Kruppe einfällt, durch die Lockerung der Bänder. Manche Stuten, die das erste Mal gebären, entwickeln manchmal gar kein Euter bis zum Tag der Geburt. Wenn aus dem Euter mehrere Stunden vor dem Abfohlen Milch fließt, sollten Sie das dem Tierarzt sagen, da in den ersten Milchtropfen das für das Fohlen äußerst wichtige Kollostrum enthalten ist. Mit dem Kollostrum erhalten die Fohlen die ersten Abwehrstoffe. Wenn Ihre Stute schon ein bis zwei Tage vor der Geburt Milch verliert, muss das Fohlen untersucht und ein Bluttest gemacht werden, um sicherzugehen, dass es genug Abwehrstoffe durch das Kollostrum erhalten hat.
Wenn die Wehen der Stute einsetzen, fängt sie meistens an zu schwitzen, vielleicht kräuselt sie die Lippen, blickt zum Bauch, läuft in der Box herum oder legt sich mehrmals hin und steht wieder auf. Schauen Sie auf die Uhr, wenn die Fruchtblase platzt. Innerhalb von 20 Minuten sollten Sie die Vorderbeine des Fohlens aus der Scheide der Stute sehen. 





Das Weiße in den Augen
Ich habe einen dreijährigen Wallach, der viel Weiß in den Augen hat. Viele Leute haben mir erzählt, dass das bedeutet, das Pferd ist schnell nervös und panisch. Eigentlich hielt ich das für ein Märchen. Doch nun ist er wirklich oft nervös. Gibt es doch einen Zusammenhang?  Harald Steinbrecher

Pferde Fit & Vital: Lieber Herr Steinbrecher, das Weiße in den Augen ist meistens fehlende Pigmentierung und hat keine Auswirkung auf Charakter und Verhalten des Pferdes. Nervosität bei Pferden kann mit Krankheiten, Stress, Bewegungsmangel oder Ernährung zusammenhängen, es kann aber auch einfach nur der Charakter sein. Lassen Sie Ihr Pferd von Ihrem Tierarzt untersuchen, um Gewissheit zu haben.

 

Schreiben Sie Ihre Fragen an Sprechstunde@pferdefitundvital.de

Die Pferde Fit&Vital Sprechstunde ist eine Kooperation mit Pferde.de und Gesundheitsfibel.tv